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Blitzerdatenbanken und Radarwarner

Welcher Autofahrer wünscht sich nicht, exakt vor einer Radarfalle gewarnt zu werden? Es stellen sich hier drei Fragen:

Welche technischen Methoden gibt es?
Wie gut funktionieren sie?
Sind sie strafbar?

Methoden

1. Radarwarner, die die Geschwindigkeitsmessung selbst orten
2. Blitzerdatenbank, deren Daten in Navigationsgeräte eingespielt werden und die dann vor festeingebauten Blitzgeräten oder häufigen Orten auch mit Laserpistolen (Lasermessgeräten) warnen.

Wie gut funktionieren Radarwarner?

Radarwarner sind im Wesentlichen ein Rüstungswettlauf mit der Polizei. Die Messgeräte der Polizei versuchen in immer abenteuerlichen Frenquenzen vorzustoßen und die Radarwarner versuchen hinterherzukommen (oder auch zu überholen). Die verwendeten Bauteile stammen angeblich oft aus dem militärischen Bereich, und damit versuchen die Hersteller, die hohen Preise zu rechtfertigen. Ob es stimmt, sei dahingestellt, aber Tatsache ist, dass billige Geräte überhaupt nicht funktionieren, teure dagegen oftmals schon. Wenn also ein Radarwarner funktioniert, dann ein teurer, aber auch das ist keine Garantie.

Ein Problem all dieser Geräte ist, dass die Polizei immer mehr zu Lasermessungen übergeht, die technisch nicht geortet werden können. Viele Hersteller behaupten zwar, ihre Geräten erlaubten eine Ortung, aber leider melden die Geräte die Messung erst dann, wenn es schon zu spät ist: Denn kaum ist das Auto von Laserstrahl erfasst, ist die Messung auch schon erfolgt. Er Versuch, dann noch die Lasermessung zu stören, ist meist erfolglos.

Dagegen sind die alten Geräte mit drei quer über die Straße gelegten Kabeln selten geworden, weil sie zu ungenau war - Radarwarngeräte wären hier natürlich auch überfordert. Dafür sind nach wie vor Messungen mit Lichtschranke verbreitet oder auch durch Polizeiwagen, die hinter Ihnen herfahren.

Wie gut funktionieren Blitzerdatenbanken?

Das Prinzip ist überzeugend: Man spielt sich eine Datenbank mit festinstallierten Blitzgeräten auf sein Navigationsgerät und erhält bei Annäherung an den Punkt eine Warnung. Die Blitzdatenbank wird aktualisiert, indem viele Teilnehmer (diese Datenbanken werden üblicherweise als Abo angeboten) regelmäßig neue Standorte melden. Technisch funktioniert das gut, einige Navigationsgeräte haben aber Schwierigkeiten, bei Annäherung akkustisch zu warnen und nicht nur die Punkte anzuzeigen.

Ein weiteres Problem ist, dass es inzwischen so viele Punkte mit häufigen Messungen gibt, dass die Datenbanken teilweise mit zu vielen "mobilen Blitzern" überfrachtet sind (zu denen auch die Laserpistolen gehören). Außerdem scheint es von der Polizei eine einfache Abwehrstrategie zu geben: Sie melden einfach immer mehr Punkte selbst an, sodass der Wert der Datenbank zurückgeht. Noch funktioniert das Verfahren aber, besonders bei festeingebauten Radargeräten.



Strafbarkeit

Die Rechtslage ist ziemlich eindeutig: Technische Hilfsmittel, die vor Geschwindigkeitsüberwachungen warnen oder diese stören können, sind im deutschen Straßenverkehr nicht zugelassen. Das war die schechte Nachricht. Die gute ist, dass die Verwendung dieser Hilfsmittel kein Straftatbestand ist, sondern nur mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Mit anderen Worten: Man ist nicht vorbestraft, im Extremfall kann aber dennoch der Führerschein weg sein, weil man ein Fahrverbot - zumindest für einige Zeit - erhält.

Hierbei sind Radarwarner schlimmer als Blitzdatenbanken.

In anderen Ländern (z.B. Holland) sind die Blitzdatenbanken dagegen erlaubt. Ebenfalls erlaubt es ebenfalls (auch in Deutschland), sich vor der Fahrt die Orte mit Blitzern und häufigen Radarfallen (mobile Blitzer) im Navigationsgerät anzeigen zu lassen.

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